MSC Ruhr-Blitz Bochum

34. Arnsberg ADAC Klassik

HOPP und FLOPP

Auch in diesem Jahr gingen zwei Teams des MSC bei der Arnsberger Oldtimerrallye „Tour durchs Sauerland“ an den Start. Gregor Kriek und Hannes Lingner starteten mit ihrem Triumph TR4, Uli Liebert und Hans-Georg Sonnendecker waren mit dem bewährten BMW 2002 touring am Start.

Besonders Uli und Georg hatten bis einen Tag vor dem Start Stress mit dem BMW. Erst waren es nur die Seilzüge der Feststellbremse. Die alten wollten nicht raus und die neuen nicht rein. Die Bremsen sind halt in die Jahre gekommen (53 Jahre), und so mussten der Reihe nach Radbremszylinder, dann noch der Hauptbremszylinder und am Ende auch noch neue Bremssättel montiert werden. Zwölfmal musste die Anlage entlüftet werden, um einigermaßen Druck zu bekommen. Die Anlage erforderte dann auch während der gesamten Rallye viel Pumpen und frühzeitiges Bremsen. (Aber das nur am Rande – that’s Oldi.)

Eine landschaftlich sehr schöne Gegend, in der der Veranstalter eine Strecke ausgesucht hatte, die jeden Augenblick sehenswerte Aussichten über das Sauerland bot.

Wie schon gewohnt, verlangten die Roadbooks einiges an Können. Auf einer Seite drei verschiedene Aufgabenstellungen. Ständiger Wechsel zwischen Skizzen, Chinesen und Streckenbeschreibungen ohne Kilometrierung. Besetzte Kontrollen (DKs), Baumaffen (SKs), Ortseingangsschilder und Weilerschilder füllten die beiden Bordkarten fast vollständig aus.

Dazu rundeten drei Gleichmäßigkeitsprüfungen die Aufgabenstellungen ab.

Für Gregor und Hannes kein Problem. Souverän belegten sie mit fünf Kontrollfehlern den 1. Platz der Klasse = 19,1 Strafpunkte.

Herzlichen Glückwunsch!

Uli und HG Sonni fehlte eine Kontrolle mehr. OK – das würde wohl Platz 2 bedeuten. Doch plötzlich ein unsanftes Erwachen: Plötzlich „Siegerehrung“ ohne vorherige Ergebnisaushänge, Musterbordkarten oder Ähnliches, und Uli und HG wurden mit Platz 5 und einer Erinnerungsmedaille geehrt. Nachfragen und Reklamationen waren nicht zugelassen.

Es folgten an den Tagen danach schriftliche Rückfragen und unschöne Antworten, die darin mündeten, dass eine erneute Teilnahme in Arnsberg nicht erwünscht sei.

Drei Tage später dann doch eine Erläuterung seitens des Veranstalters: „Technische Probleme verhinderten am Veranstaltungstag einen Aushang und weitere Erklärungen.“

Aus den nun veröffentlichten Ergebnissen war zu entnehmen, dass eine GLP mit geheimen Schnittkontrollen und Handstoppungen 14,8 Strafpunkte ergab. (Fast so viel wie fünf Fehlkontrollen.) Eigentlich unmöglich, da Georgs digitale Schnittanzeige eine Abweichung von weniger als 0,8 Sekunden anzeigte.

Aber Einspruch und Protest nicht zulässig … Abhaken und mit frischem Mut auf die nächste Veranstaltung konzentrieren.

Das Sauerland und Arnsberg sind schön – aber bezüglich Oldtimerrallyes sollte man sich im Vorfeld gut über den Veranstalter informieren.