MSC Ruhr-Blitz Bochum

ADAC Ruhr Slalom 2023

Volles Teilnehmerfeld beim Slalom-Sommer in Recklinghausen

Zum ersten Mal fand der ADAC Ruhr Slalom in den Sommermonaten statt und der MSC Ruhr-Blitz Bochum lud die Slalomfahrer der Region zur Siegerlandmeisterschaft ein. Über 90 Teilnehmer fanden den Weg nach Recklinghausen und nutzten das gute, aber heiße Wetter im Juni und kämpften in 15 Wertungsklassen um den Klassen-, Gruppen- und Gesamtsieg.

Der Vormittag stand ganz im Zeichen der Serienfahrzeuge, die mit nur geringen Veränderungen zur Serienausstattung auskommen müssen. Diese Fahrzeuge sind nach Leistungsgewicht eingeteilt und starten entsprechend in unterschiedlichen Klassen. Als erste Klasse durfte wie üblich die Klasse S6 den schnellen, aber doch anspruchsvollen Parcours rund um den Verkehrsübungsplatz in Recklinghausen unter die Räder nehmen. Den Trainingslauf nutzten die Kontrahenten dazu, den Streckenverlauf und die Streckenbedingungen auszuloten, um dann in den Wertungsläufen schnellstmöglich durch den Pylonenparcous zu kommen.

Bei morgendlichen noch angenehmen Temperaturen gingen die 23 Teilnehmer der Klasse S6 auf die Strecke. Christian Kind vom MSC Kindelsberg konnte sich hier mit zwei fehlerfreien Läufen durchsetzten und sich somit den Sieg sichern. In einer der am stärksten umkämpften Klasse folgten mit knapp einer Sekunde Abstand dann Andre Remy Verryser (Scuderia 700) und Leon Palzer (AMC Obernau) auf Platz 2 und 3.

Als nächstes ging die traditionell auch gerne als BMW-Klasse bezeichnete Klasse S5 an den Start. Mit nur fünf Fahrern war die Klasse allerdings relativ schwach besetzt. Stark war hingegen die Leistung von Maurice Brinkmann vom MFC Auf dem Schnee, der sich nicht nur den Klassensieg holte. Durch seine beiden schnellen Runden schaffte er sogar den Wertungsgruppensieg der Serienfahrzeuge für sich zu verbuchen. Auf den weiteren Plätzen kamen Rene Hoffmann vom MSC Oenetal und Herbert Weigel vom MSC Münster.

Mit zunehmender Leistungsstärke der Fahrzeuge wurden leider die Teilnehmerzahlen in den weiteren Serienklassen weniger. Mit nur drei Startern konnte die Klasse S4 immerhin noch eine eigene Klasse bilden. Hier gewann Thomas Felsenberg vor Sandra Inhoff, die beide auf dem gleichen Mazda MX5 für den MFC Auf dem Schnee starteten. Rang 3 und somit letzter der Klasse ging an Ziichao Wang auf einem Honda Civic.

Die nächsten drei Klassen S3, S2 und S1 mussten auf Grund der Teilnehmerzahlen zusammengelegt werden, wodurch anschließend ein Feld von neun Fahrer zusammen kam. Doch ab hier stellte sich auch heraus, dass die Streckenführung so ihre Tücken hatte und einige Teilnehmer kreative Wege um Tore und Aufgaben herum gefunden haben, die so nicht vorgesehen waren und deshalb mit Strafsekunden belegt werden mussten. Trotz Pylonenfehler und drei Strafsekunden schaffte es Thomas Bröcking auf einem Golf VII den Sieg einzufahren. Die weiteren Plätze gingen an Daniel Sevening (Mazda RX8) vor Marcel Stichnoth (BMW 318ti).

In der größten Serienklasse S0 fand sich nur ein einzelner Starter im Feld wieder. Der über reichlich Slalomerfahrung verfügende Erhard Engelmann hat sich fahrzeugtechnisch mit seiner Alpine zurück zu seinen Slalomanfängen bewegt und zeigte, dass man auch mit über 90 Jahren noch schnell durch Pylonenaufgaben fahren kann und sicherte sich Platz 1 in seiner Klasse.

Außerhalb der Gruppenwertungen wurde für den Nachwuchs nach langer Zeit wieder die Klasse SE ausgeschrieben. Diese solle den Slalomeinsteigern unter 18 Jahren eine Möglichkeit bieten, ihr Können unter Beweis zu stellen. Gleich drei Fahrer und eine Fahrerin haben sich entschlossen in Recklinghausen an den Start zu gehen. Für den AMC Burbach fuhren Elia Daub und Leonie Obenlüneschloß auf einem VW Polo über den Parcours und konnten mit ihren Rundenzeiten den Sieg und den dritten Platz erlangen. Mit einer Strafzeit von drei Sekunden steuerte Kai Jüngling (MSC Bork) seinem Ford Fiesta noch zwischen die beiden und landete auf Platz 2.

Nach einer kurzen Mittagspause und bei steigenden und heißeren Temperaturen steht der Nachmittag ganz im Sinne der verbesserten Fahrzeuge und der Gruppe H. Anders als die Serienklassen sind hier die Fahrzeuge nach Hubraum aufgeteilt.

Als erste Klasse durften sich die 11 Teilnehmer der Klasse V9 (bis 1300 ccm) mit dem Parcours anfreunden und zeigen, was in sich und ihren Fahrzeugen steckt. Daniel Wagner (MSC Kindelsberg) mit einem Suzuki Swift GTI konnte sich dank seiner schnellen und fehlerfreien Fahrt den Klassensieg vor David Monseur (AC Hohenseelbachskopf) und Michael Schnöde (AMC Wittgenstein) sichern, die beide auf einem VW Polo antraten.

Die anschließende Klasse V10 war mit vier Startern recht dünn besetzt. Hier konnte sich wie bereits im letzten Jahr Maximilian Stief vor Sascha Stief auf den Plätzen 1 und 2 durchsetzten. Beide treten für den AC Hohenseelbachskopf auf einem Opel Corsa GSI an. Etwas abgeschlagen, aber dennoch fehlerfrei gelang es Christoph Frentrop (MSC Schmallenberg) mit seinem Mini Cooper den dritten Platz der Klasse zu belegen.

Als nächste Klasse kündigte sich die Klasse V11 wie gewohnt gut besucht und hart umkämpft an. Die 24 motivierten Fahrer und Fahrerinnen sorgten für Spannung am frühen Nachmittag. Dirk Schmidt vom AMC Lünen konnte vor Andre Reichel (MSF Overberge) den Klassensieg einfahren. Mit seinem VW Golf II schaffte es Marcel Pixberg (AMC Lünen) hinter den beiden Opel-Kadett-Fahrern den dritten Rang zu erreichen. Dirk Schmidt durfte mit seiner Gesamtfahrzeit ebenfalls den Wertungsgruppensieg der verbesserten Fahrzeuge bejubeln.

Um den Reifen bei den heißen Temperaturen Pausen zur Abkühlung zu gönnen, durften sich die Fahrzeuge der Gruppe H, auch W genannt, unter das Pulk der verbesserten Fahrzeuge mischen. Natürlich fuhren die 6 Starter in ihren eigenen Klassen und wurden somit entsprechend auch getrennt gewertet.

In der Klasse W14 bis 1600 ccm trat Dennis Opterbeck vom MSC Niederndorf auf einem Ford Fiesta an und konnte fehlerfrei den Sieg einfahren. Fabio Marques (Scuderia 700) verfehlte leider mit seinem Opel Kadett den Sieg und musste sich, wegen Strafsekunden durch einen Pylonenfehler, mit dem zweiten Platz zufrieden geben. Auf den dritten Rang der Klasse gelangte Axel Milek mit einem VW Golf I.

Die Klasse W15 war mit nur zwei Fahrern sehr schwach aufgetreten. Hier konnte aber Benjamin Schöler mit seinem perfekt abgestimmten Opel Kadett sowohl die schnellste Tageseinzelzeit als auch schnellste Gesamtfahrzeit erfahren. Trotz einer Strafzeit wegen einem Pylonenfehler durfte er sich damit, neben dem Klassensieg, ebenfalls als Sieger der Gruppe W und Gesamtsieger feiern. Der zweite Platz ging an Peter Pistral auf einem BMW E30.

Für den MSC Ruhr-Blitz Bochum war es ein erfolgreicher Tag mit runder Organisation und zufriedenen Teilnehmern, sodass man frohen Mutes in das nächste Jahr geht, um dann hoffentlich an derselben Stelle erneut seinen Ruhr-Slalom auszurichten.

Sieger Klasse S6
Platz 1 Christian Kind
Platz 2 Andre Remy Verryser
Platz 3 Leon Palzer
Sieger Klasse S5
Platz 1 Maurice Brinkmann
Platz 2 Rene Hoffmann
Platz 3 Herbert Weigel
Sieger Klasse S4
Platz 1 Thomas Felsenberg
Platz 2 Sandra Inhoff
Platz 3 Ziichao Wang
Sieger Klasse S1 + S2 + S3
Platz 1 Thomas Bröcking
Platz 2 Daniel Sevening
Platz 3 Marcel Stichnoth
Sieger Klasse S0
Platz 1 Erhard Engelmann
Sieger Wertungsgruppe S

Maurice Brinkmann

 

Sieger Klasse SE
Platz 1 Elia Daub
Platz 2 Kai Jüngling
Platz 3 Leonie Obenlüneschloß

 

Sieger Klasse V9
Platz 1 Daniel Wagner
Platz 2 David Monseur
Platz 3 Michael Schnöde
Sieger Klasse V10
Platz 1 Maximilian Stief
Platz 2 Sascha Stief
Platz 3 Christoph Frentrop
Sieger Klasse V11
Platz 1 Dirk Schmidt
Platz 2 Andre Reichel
Platz 3 Marcel Pixberg
Sieger Wertungsgruppe V

Dirk Schmidt

 

Sieger Klasse W14
Platz 1 Dennis Opterbeck
Platz 2 Fabio Marques
Platz 3 Axel Milek
Sieger Klasse W15
Platz 1 Benjamin Schöler
Platz 2 Peter Pistral
Sieger Wertungsgruppe W

Benjamin Schöler